Die Medienbande bei der Fotobox

Am 14.12.2018 fand an der Stadtteilschule Niendorf der Tag der offenen Tür statt. Dort nahm auch unser Projektkurs der Medienbande teil. Die Fotobox ist eine Aktion des Profilkurses von Herrn Fredeweß, bei der sie sich die Besucher im Computerraum mit Perücken, Brillen, und Bärten verkleiden konnten. „CHEESE“ und voilà, da ist auch schon das fertige Foto. Den letzten weihnachtlichen Schliff haben die Bilder dann in Photoshop bekommen. Nur noch schnell ausdrucken und „Tada!“ Die Besucher berichteten uns, dass sie die Fotos toll fanden, die Atmosphäre war gut und die Hintergrundmusik auch. Für uns war es auch ein tolles Gefühl, anderen Menschen eine Freude zu breiten. Es wurde zwar immer voller und voller im Computerraum, doch das Arbeitsteam war gut vorbereitet und wechselte sich gekonnt ab, sodass jeder auch mal Pause machen konnte. So ging auch dieser schöne Abend zuende.

Eine gute Idee

Wir hatten wie jeden Banden-Tag eine Redaktionssitzung und haben mal wieder über den Vortag gesprochen und was wir heute machen. Nur dieses mal kam Herr Höfner mit einer Idee, über die wir noch nicht nachgedacht hatten: “Wenn ihr wollt, gründen wir eine Schülerfirma”, sagte er – und wir wollten. Wir haben gedacht, dass es sehr viel Spaß machen würde und eine neue Herausforderung wäre. Nur wir wussten noch nicht, was wir verkaufen sollen. Zuerst haben wir darüber nachgedacht, ob wir T-Shirts bedrucken wollen oder Turnbeutel. Daraus wurde aber nichts, weil ein anderer Kurs bereits an dieser Firmenidee herumdachte. Wir hatten aber noch eine weitere Idee: Buttons in Photoshop designen, dann drucken und schließlich pressen. Nur unser Problem war, dass eine Button Maschine zu teuer für uns war. Diese war nämlich schon im dreistelligen Bereich. Zum Glück unterstützte uns der Schulverein und wir haben eine Buttonmaschine bekommen. Bis die aber angekommen ist, hat es auch noch ein bisschen gedauert. Dann war es aber so weit und Herr Höfner hatte bei der nächsten Redaktionssitzung eine gute Nachricht für uns: Die Button Maschine ist endlich da. Da wir sie ohne den Schulverein nicht bekommen hätten, sollen 10% unseres Firmengewinns wieder an den Schulverein gespendet werden.
Alle Bandenmitglieder durften dann einen eigenen Button für sich designen und erste Bestellungen von Mitschülern und Lehrern haben wir auch schon bekommen. Unser Plan wird jetzt sein, jeden Dienstag Mittag einen Stand in der Pausenhalle zu machen und Wunschbuttons in Auftrag zu nehmen. Ein paar Buttons werden wir auch auf Vorrat produzieren, bei denen wir denken, dass sie gut verkauft werden könnten. Dieser Stand wird aber erst nach den Märzferien starten und dann auch in der neuen Pausenhalle. Wir hatten auch eine Idee, dass wir eine Button Tauschbörse machen. So kann man Buttons, die man nicht mehr mag gegen Buttons tauschen, die man mag. Mehr zur Information über die Schülerfirma findet ihr auf www.medienban.de/schuelerfirma
Wenn ihr auf unsere Schule geht könnt ihr uns mit eurer Iserv-Emailadresse eine Produktanfrage schicken. Wir melden uns dann bei euch zurück.

Preise:
Button (5,8cm) & Magnet (5,8cm) jeweils 1,00€
Stickeretikette (4 Stück 8,5cm) 1,50€

Von dem Geld bezahlen wir Materialkosten (Folien, Rohlinge), Druckkosten und Lizenzen. 10% des Gewinns gehen an den Schulverein. Sollte noch etwas Geld übrig bleiben, nutzen wir es für Dinge, die uns dabei unterstützen, noch besser im Umgang mit Medien zu werden.

Die Medienbande beim Hamburger Abendblatt

Wer im Journalismus hoch hinaus will, muss sich ganz schön anstrengen. Das konnte die Medienbande am 11.12.2018 am eigenen Leib erfahren. Um die Redaktion des Hamburger Abendblatts zu besichtigen, mussten wir nämlich in die vierte Etage gelangen – zu Fuß – in Zweierreihen! Doch jede einzelne Treppenstufe hat sich gelohnt.

Den Kontakt zum Hamburger Abendblatt hat die Medienbande über Frau Jahn vom Niendorfer Wochenblatt bekommen. Eine Anfrage zu einer Redaktionsbesichtigung schlug sie mit sehr freundlichen Worten aus: “Alle Redakteure des Niendorfer Wochenblatts arbeiten von zuhause aus” – bei einer Besichtigung ihres Redaktionsbüros könne sie der Medienbande also leider nicht viel zeigen und die medienübergreifenden Anforderungen an Journalisten weniger eindrucksvoll verdeutlichen, wie es größere Redaktionen könnten. Frau Jahn setzte sich daher über ihr Netzwerk der Funke Mediengruppe eigeninitiativ mit dem Hamburger Abendblatt, einer der größten Tageszeitungen Deutschlands, in Verbindung und machte sich für eine Redaktionsführung stark. Die Medienbande dankt Frau Jahn für ihren großartigen Einsatz, der uns eine Einblicke der ganz besonderen Art beschert hat.

Die Medienbande – das waren an diesem Tag 18 Schülerinnen und Schüler, ihr Projektkurslehrer Herr Höfner, die Schulleiterin Frau Kühne und die didaktische Leiterin der Stadtteilschule Niendorf Frau David ,durften im großen Konferenzraum des Hamburger Abendblattes platznehmen und wurden von Berndt Röttger, dem stellvertretenden Chefredakteur des Hamburger Abendblattes empfangen. Herr Röttger nahm sich zwei Stunden für uns Zeit, obwohl sein Terminkalender immer voll ist und vor und nach unserem Besuch Konferenzen anstanden. “Die erste Konferenz beginnt jeden Tag um 10:30Uhr”, so Herr Röttger. In dieser Sitzung wird besprochen, wie weit die Texte sind und an welchen Themen als nächstes in den verschiedenen Ressorts gearbeitet werden soll. Das Hamburger Abendblatt hat ungefähr 140 Redakteure, die aber nicht alle für den Print sondern auch für den Onlineauftritt arbeiten. Das Hamburger Abendblatt erschien das erste mal im Jahr 1948. Es gab aber nur eine Zeitungsdruckmaschine in Hamburg, die den Krieg überstanden hatte, also mussten sich alle Zeitungen diese Maschine teilen. Das Hamburger Abendblatt erschien deswegen erst spät am Abend bei den Lesern und hat daher seinen Namen bekommen. Mittlerweile erscheint es am Morgen bei ungefähr 170000 Lesern in ganz Deutschland. Das E-Paper bringt es auf 30.000 Leser und die Internetseite www.abendblatt.de wird monatlich ca. neun Millionen Mal besucht.

Das Hamburger Abendblatt wurde von Axel Springer gegründet. Früher gab es eine Sonntagsausgabe des Abendblatts, die “Abendblatt am Sonntag” hieß, später wurde daraus die “Bild am Sonntag”. Im Jahr 2014 verkaufte der Axel Springer Konzern das Abendblatt an die Funke Mediengruppe. Herr Röttger betont, dass ihm und seiner Zeitung Hamburg ganz besonders am Herzen liegt und setzt darauf, dass wir Hamburger die Zeitung lesen und auch kaufen. Damit aber auch Kinder und Jugendliche die Zeitung lesen haben sie extra jedes Mal eine Kinder Seite mit drin – diese Seite wird aber auch von den Erwachsenen gerne gelesen. Während man auf der Internetseite Werbung sehen kann, verzichtet das Hamburger Abendblatt in der Print-Ausgabe vollständig auf Werbung – “Es gibt eine klare Grenze zwischen Redaktion und Werbung” – so Herr Röttger. Natürlich passieren auch bei einem so großen Unternehmen wie dem Hamburger Abendblatt mal Fehler: Einmal musste die laufende Produktion einer Zeitung gestoppt werden und die Druckerpressen angehalten werden, weil zu früh ein Wahlergebnis abgedruckt wurde, das dann aber nicht stimmte. “Wichtig ist, dass jeder Fehler nur einmal passiert und man herausbekommt, wieso er gemacht wurde, um ihn in der Zukunft zu vermeiden”, so Herr Röttger.

Nach unserer Fragerunde haben wir noch eine kurze Redaktionsführung durch die verschiedenen Ressorts bekommen. Es war beeindruckend, wie gut das Abendblatt technisch ausgestattet ist – viele Redakteure arbeiten mit zwei oder mehr Bildschirmen gleichzeitig, um die Agenturmeldungen mitzubekommen. Der Besuch beim Hamburger Abendblatt war sehr informativ und hat uns großen Spaß gemacht. Vielen Dank, Abendblatt!

Influencer

Influencer haben meist ein paar tausend Follower, Abonnenten oder Freunde auf Sozialen Netzwerken wie Youtube, Instagram oder Facebook. Die richtig großen bringen es sogar auf ein Millionenpublikum. So vielen Menschen muss auch etwas geboten werden: Lifehacks, Tutorials oder Geschichten aus dem Privatleben, Let’s Plays, Schminktipps oder Pranks – so vielfältig wie die Interessen der User ist das Angebot der Influencer. Doch neben der Zufriedenheit der Community geht es den “Beeinflussern” noch um etwas anderes: Geld.

 Do you like me?

Die Medienbande hat eine Vorauswahl von 8 Influencerngetroffen und ist in einer Mittagspause auf den Schulhof gegangen, um die Schüler der STSN um eine kleine Abstimmung per “Daumenprobe” zu bitten. Mit zwei Stempeln konnten sie unsere Influencer “liken” oder “disliken”. Die Aktion war ein voller Erfolg!

 Influencer unter der Lupe

Nach der Auswertung haben wir uns dazu entschieden, Julien Bam und Lina Larissa Strahl (mit den meisten und wenigsten Likes), sowie Paluten und Bibi auszuwählen, um möglichst verschiedene Influencer untersuchen zu können. Dann haben wir uns die Profile dieser Influencer etwas genauer angeschaut, um sie etwas besser kennenzulernen.

Julien Bam

Julien Zheng Zheng Kho Budorovits (Julien Bam) ist einer der erfolgsreichsten Youtuber/Influencer Deutschlands mit über 5.000.000 Abonnenten. Bei der Umfrage der Plaktegruppe hat er mit 133 Likes fast doppelt so viele Likes bekommen, wie alle anderen Youtuber. Was macht ihn so erfolgreich?
Julien lädt wöchentlich neue Videos hoch wie z.b. Musikvideos ,Trickshots ,Fragen & Antworten und vieles mehr. Jedes Video ist sehr professionell: Julien gibt sich sehr viel Mühe und dreht manche Videos mehrmals, bis ihm eins gefällt. Er hat ein großes Team, das ihn bei seinen Videos unterstützt, zum Beispiel beim Schneiden und Filmen. Am beliebtesten ist sein Video „Julien Bam-Everyday Suturday (Parodie)“ mit über 25.000.000 Clicks. Sein ganzer Kanal hat über 1.045.867.622 Clicks.

“Weil es das einzige Haarspray ist, das einem Backflip standhält”

Julien macht nur Werbung für Produkte, die er mag, wie zum Beispiel Fanta. Die Haarspray Marke “got to be” von Schwartzkopf ist ein anderes Beispiel. Er hat das Haarspray schon immer benutzt und fand es gut und macht deswegen Werbung dafür. Das macht Julien Bam sehr glaubwürdig, sodass ihm viele vertrauen, die sich seine Videos anschauen.

“Ich warte auf eure Kommentare und hoffe, dass euch das Video genauso gut gefällt wie mir, wenn ich auf upload gedrückt habe”

Er ist immer sehr ehrlich. Er hat zum Beispiel ein Video hochgeladen, in dem er genau nachrechnet, wie viel er im Monat verdient und ausgibt und wie viel Steuern er zahlt. Das machen nicht viele andere Youtuber. Julien spricht vernünftig mit seinen Zuschauern und ist sehr witzig. Julien bedankt sich oft bei seinen Followern und lobt sie. Darum denken viele Zuschauer, dass er ein gutes Vorbild ist. Deswegen hat Julien Bam so viel Erfolg.

Lina Larissa Strahl

Linas Karriere begann im Frühjahr 2013, als sie bei der Fernsehsendung “dein Song” auf Kika zur Nachwuchssongwriterin des Jahres gewählt wurde. Ihre Single “freakin out” war so erfolgreich, dass sie auch bei TV-Total oder mit Helene Fischer auftreten durfte. In diesem Jahr bekam sie die Hauptrolle von Bibi Blocksberg im Film Bibi und Tina. Auf Youtube zeigt sie hauptsächlich ihre Musikvideos und Unboxing-Videos von ihrer Deluxe Box. Auf Instagram lässt sie ihre Fans auch an ihrem Leben teilhaben und postet Storys über ihren Alltag.

“Ich mache total gerne was ich mache!”

Lina ist offen und immer gut gelaunt und ist im Internet so wie im echten Leben. Sie ist ehrlich und cool und man merkt, dass sie Spaß hat. Lina hat ein paar sehr treue Fans, die zu allen ihren Konzerten und Autogrammstunden gehen und unter ihren Videos regelmäßig posten. Viele Fans sehen ein gutes Vorbild in Lina. Lina nimmt sich Zeit für ihre Fans und beantwortet Fanfragen im “Fanfragen Friday” und macht Gewinnspiele bei Instagram und Facebook, bei denen man ihre Alben gewinnen kann.

“Ich mache mich mit euch auf die Suche um herauszufinden, wie dieser Füller hergestellt wird”

Für einen Füller aus der Deluxe Box, hat sie ein Video in der Fabrik gemacht. Bei diesem Video hat sie klar gezeigt, dass es sich um Werbung handelt. Zusammen mit ihrer Schauspielkollegin aus Bibi und Tina Lisa Marie Koroll hat sie Fernsehwerbung für Nintendo gemacht. Bei www.emso.de kann man ihren eigenen Merch bestellen, dazu gehören Pullover, T-shirts, Armbänder, Kissen und Tassen.

Paluten

Patrick Mayer aka Paluten ist ein Deutscher aus Hamburg stammender Influencer/Youtuber der vor 6 Jahren anfing, täglich Games wie Happy Wheels, Call of Duty, Need for Speed, und Minecraft zu spielen und die Videos auf seinem YT Kanal hochzuladen. Neben seinen Let’s Plays macht er oft Roomtouren durch sein “Ufo” oder “unboxing-Videos” auf Youtube. Er hat die “Freedom Squad” mit anderen Youtubern zusammen, mit denen er zusammen Videos macht und deren Produkte er über einen Shop verkauft. In den Videos wirkt Paluten immer cool und lebendig. Er wirkt sehr kinderfreundlich, weil er sehr häufig seine Stimme lustig verstellt oder eigene Begriffe wie “Schnissel” benutzt. Außerdem hat er sein Maskottchen Edgar oder General Dieter.

“Die Jungs von Sky sind mal wieder auf mich zugekommen”

Paluten macht sehr oft Werbung für verschiedene Produkte, die er meistens auch kennzeichnet. Ein Beispiel ist eine Kooperation mit Sky: Um neue Angebote von Sky vorzustellen hat er sich einen Bus in Fernbus-Simulator gebaut, der das Sky-Logo zeigt und den er SKY Party Bus nennt. Wenn er damit herumfährt, erzählt er dem Zuschauer, wie er ein Sky Abo abschließen kann und wie billig es ist (“Da bekommst du keinen Cheeseburger für”). Ein Link zu Sky hat er unter dem Video eingeblendet. Er sagt aber nicht, dass man bei Sky Abos erst ab 18 abschließen darf.

“Das ist kein Placement, das sind einfach nette Geschenke, die mir gemacht wurden.”

Paluten macht oft “unboxing-Videos” in denen er Geschenke an ihn auspackt, wie ein Nintendo oder einen Trainingsanzug von Adidas. Er sagt dann klar, dass er kein Geld für das Video bekommt, sondern nur die Geschenke behalten darf. Aber er stellt die Geschenke immer sehr positiv dar. Hierdurch beeinflusst er die Zuschauer zum kaufen.

Bibis Beauty Palace

Bibi ist eine sehr erfolgreiche YouTuberin und hat mittlerweile 5.461.534 Abonnenten. Bei der Befragung auf dem Schulhof hat sie fast genauso viele likes wie dislikes bekommen. Bibi hat eine eigene Marke mit dem Namen Bilou (Bibi loves you), die sie in vielen Drogeriemärkten und über ihren Shop verkauft. Bibi hat am 28.11.2012 mit YouTube begonnen. Am Anfang unterhielt sie ihre Zuschauer mit Kosmetik und Mode, sie stellte Kosmetikprodukte und Kleidung vor und sie gab Schminkanleitungen und Modetipps, doch jetzt unterhält sie ihre Zuschauer mit Vlogs und manchmal Pranks. Mit ihrem Kanal gewann sie 2014 den Play Award. Auf Instagram hat sie jetzt schon 6,2 Millionen Follower und auf Twitter 2,08 Millionen Follower.

“Ich weiß nicht wo du wohnst, aber ich würde dich gerne kennenlernen und treffen”

Bibi ist für viele Menschen sympathisch, weil sie sie ganz nah an sich dran lässt: Sie dreht die meisten Vlogs in ihrem Schlafzimmer, redet viel über ihre Schwangerschaft, beantwortet Fanfragen persönlich, zeigt ihren Kleiderschrank und sie macht Fanbesuche. Bibi wirkt immer glücklich und lacht in jedem Video. Das macht sie sympathisch für viele Fans. Viele Fans fühlen sich von Bibi geliebt, so wie es ihre Marke Bilou auch ausdrückt und wollen auch so sein wie sie. Darum kaufen viele Bibi Fans ihren Duschschaum und ihre Kleidung, oder lassen sich sogar ihr Gesicht tätowieren.

“Ab heute gibt es endlich wieder neue Bilou Produkte”

Wenn Bibi Werbung macht, wirkt sie sehr aufgeregt und gibt ihr bestes ihre Zuschauer zu überzeugen. Manchmal macht sie versteckte Werbung, wenn sie ein Produkt sehr lobt und den Zuschauern sagt, dass es gut ist.

Bibi umgibt sich oft mit anderen Stars und interviewt sie, wie z.B. die Musiker Jason Marulo, Zara Larsson, One Direction, Ed Sheeran und Miley Cyrus. Sie hat sogar einen eigenen Song am 05.05.2017 heraus gebracht, der ist bei den Fans aber nicht so gut angekommen.

 Werden auch wir beeinflusst?

Die Medienban.de wollte das Thema noch etwas genauer untersuchen und einen Fragebogen entwickelt, der im gesamten 7ten Jahrgang unserer Schule verteilt wurde. Insgesamt haben wir 164 Mitschüler befragt und insgesamt fast 5000 Antworten mit Excel ausgewertet. 85% aller Befragten folgen Influencern auf so unterschiedlichen Kanälen wie Youtube, Instagram oder Twitch Im Durchschnitt folgt jede/r dieser Befragten 10 Influencern regelmäßig und verbringt in der Woche ca. 8 Stunden mit ihnen. Die Befragten interessieren sich vorallem für Gaming und Lifestyle, dicht gefolgt von Beauty und Comedy.

Nur 34% aller Befragten gaben an, dass ihre Eltern wissen, welchen Influencern sie folgen und nur die Hälfte findet das gut. Das liegt daran, dass sich die Eltern nicht dafür interessieren und es ihnen egal ist (12), dass es sie einfach nichts angeht (14), oder dass sie davon sowieso keine Ahnung haben (4).

Ca. 1/2 aller Befragten hat schon mal schlechte Erfahrungen mit Influencern gemacht: Sie waren unehrlich (41), haben ihr Interessen an der Community nur vorgegeben (13), haben Schleichwerbung gemacht oder sogar für gefährliche Produkte wie Abmagerpillen oder gefälschte Schuhe Werbung gemacht (25).

Trotzdem gelten Influencer bei einigen der Befragten als richtige Stars (10) und gute Vorbilder (28), sind manchen genau so wichtig wie richtige Freunde (6) oder sogar wichtiger als die eigene Familie (2). Influencer machen dabei ihrem Namen alle Ehre und beeinflussen. welche Hobbys die Befragten haben (12), wie sie sich gegenüber anderen verhalten (18), was sie sich kaufen (39) und was sie anziehen (15).

Der siebte Jahrgang der StsN kennt sich also ziemlich gut aus mit Influencern und viele scheinen sich auch der Gefahren bewusst zu sein, die von dieser Beeinflussung ausgehen können. Sie können ziemlich gut unterscheiden zwischen “richtigen” Freunden und den Stars des Webs, holen sich Tips bei ihnen oder nutzen sie zum Zeitvertreib. Ist alles also halb so schlimm, wie die Erwachsenen immer sagen?

 Ein Interview über Interviews

Die Medienbande wollte herausfinden, wie Erwachsene über Influencer denken und hat dafür Passanten in Niendorf befragt. Um aber überhaupt zu wissen, wie wir bei so einer Umfrage vorgehen müssen, haben wir  Frau Landgrebe interviewt – eine Expertin, wenn es darum geht, neugierig zu sein.

MB: Frau Landgrebe, wieso sind sie Journalistin geworden?
L: Ich hatte immer den Traum, irgendwann einmal als Reporterin zu arbeiten, weil ich gerne spannende Geschichten erzählen wollte. Außerdem kann man als Journalistin Menschen treffen, denen man sonst nie im Leben begegnen würde.

MB: Was mögen Sie an ihrer Arbeit am meisten?
L: Ich bin sehr neugierig und mag es, etwas über Menschen zu erfahren, von dem ich vorher noch keine Ahnung hatte und das für die meisten anderen ebenfalls eine Neuigkeit ist. Wenn ich etwas aus ihnen herauskitzeln kann, wie z.B. eine Rolle in einem neuen Kinofilm oder eine Schwangerschaft, von der noch niemand weiß, finde ich das richtig klasse.

MB: Haben Sie Tipps, wie man ein gutes Interview führen kann?
L:  Recherchiere gründlich und trage alle Information zusammen. Wenn du eine Frage stellst, achte darauf, dass sie offen ist. Fragen, auf die man mit “Ja” oder “Nein” antworten kann, sind ungeeignet. Vereinbare ein persönliches Treffen oder einen Skype/Telefontermin mit der Person, die Du interviewen willst. Interviews über Mail sind ungeeignet, weil da nicht so viel Spielraum für spontane Nachfragen ist. Frage die Person, ob du das Interview aufzeichnen kannst. Am besten stellst du das Handy  lautlos damit du nicht gestört wirst. Und das Wichtigste: Stelle Nachragen, höre deinem Gegenüber gut zu, bleib immer freundlich und sei mutig, wirklich alles zu fragen, was du wissen willst.

MB: Was mögen sie nicht an Interviews?
L: Was ich gar nicht mag, ist das Abtippen von Interviews; da muss man sich alles anhören und das nervt manchmal und dauert lange. Außerdem mag ich Gruppeninterviews nicht so gern, weil ich manchmal nicht dazu komme, all meine Fragen zu stellen.

 Ein Grippevirus für Erwachsene

Die meisten der Befragten wussten tatsächlich, was Influencer sind und wie sie ihr Geld verdienen. Einige wussten aber nicht so gut bescheid.

“Influencer sind sehr aktiv auf Instagram, Twitter und so weiter. Sie testen Produkte, fahren und reisen um die Welt, ziehen Klamotten an und probieren Make-up und Dinge die andere Leute cool finden.”
“Kinder suchen nach Idolen, Leute an denen sie sich orientieren können, nach coolen neuen Sachen und Dingen die sie toll finden. Und das ist o.k.”
“Früher hab ich die Bravo gelesen, ich denke das ist ungefähr vergleichbar. Mit Styling und Friseur-Tipps, und Sachen die man kaufen kann.”
“Wissen Sie was ein Influencer ist?” – “Jaaaa! Ein Grippevirus!”
“Ich habe mich nie beeinflussen lassen. Von Niemandem!”
“Ich fände es nicht gut, wenn meine Kinder Influencer werden und anderen irgendwas andrehen. Ist schon schlimm genug, dass sie jetzt schon den ganzen Tag im Internet surfen.”

 Ratschläge der Medienbande

Die Medienban.de hat bei ihren Recherchen mit dem Fragebogen, der Umfrage und der Untersuchung von Influencern und der Plakataktion herausgefunden, warum Jugendliche Influencern folgen und welche Gefahren das haben kann:

Vorteile

Nachteile

Sie bringen Spaß und Ablenkung, sie sind cool und witzig und sind manchmal fast wie Freunde.

Sie tun manchmal gefährliche Dinge und andere machen das nach. Viele verbringen zu viel Zeit mit Influencern.

Man kann Teil von einer Community sein und andere kennenlernen, die so sind wie man selbst ist. Manche Influencer sind unehrlich und geben ihr Interesse nur vor, um Klicks zu bekommen.
Sie reden über Dinge, die einen interessieren. Sie reden manchmal über Themen, für die Kinder noch zu jung sind.
Man kann Tipps von ihnen bekommen, wie etwas geht, was man sich kaufen sollte, was in ist usw. Influencer machen oft Werbung und wollen Geld verdienen. Einige sind dabei nicht immer ehrlich.

– Influencer können dir viel geben: Ablenkung, Tips, Spaß. Richtige Freundschaft findest du aber nur bei echten Menschen in deinem Umfeld.
Manche Influencer sind nicht “echt”. Sie spielen eine Rolle und geben sich als ein anderer aus, um möglichst viele Klicks zu bekommen oder bekannt zu werden.
– Vielen Influencern macht ihre Arbeit Spaß – aber es ist immer noch ihre Arbeit, mit der sie Geld verdienen wollen. Denke daran, wenn sie Werbung für bestimmte Produkte machen. Recherchiere immer, ob du bessere Produkte bei anderen Anbietern günstiger bekommst und vertraue Influencern nicht blind. Prüfe, ob die Influencer ihre Werbung kenntlich gemacht haben.
– Unsere Mitschüler haben angegeben, dass ihre Eltern oft nicht gut finden, wem sie folgen. Sei doch mal so mutig und zeig deinen Eltern, was du dir anschaust und erkläre, wieso.
– “to influence” heißt auf Deutsch beeinflussen. Frage dich ab und zu, ob auch du von einem Influencer beeinflusst wirst, wie zum Beispiel in deinem Verhalten oder in deinem Geschmack, in deinen Hobbys und so weiter. Überlege, ob du das wirklich möchtest.

Ein großartiger vierter Platz!

In der letzten Bandenpost haben wir über unser Projekt zu Influencern berichtet. Es war Teil unseres Beitrages zum Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung 2018. Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland haben sich in verschiedenen Kategorien mit ihren Ideen kreativ eingebracht – insgesamt haben 2552 Schulen Projekte eingereicht – über 50.000 Jugendliche haben mitgewirkt.
In der Kategorie “Youtuber – Dein Freund im Netz” hat die Medienbande einen großartigen dritten Platz gemacht! Wir freuen uns über 500€ für die Projektkasse, mit denen wir uns einen eigenen Drucker finanzieren wollen, um unsere Schülerfirma unabhängiger zu machen.

Ein eigener Drucker

In der letzten Bandenpost haben wir über unser Projekt zu Influencern berichtet. Es war Teil unseres Beitrages zum Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung 2018. Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland haben sich in verschiedenen Kategorien mit ihren Ideen kreativ eingebracht – insgesamt haben 2552 Schulen Projekte eingereicht – über 50.000 Jugendliche haben mitgewirkt.
In der Kategorie “Youtuber – Dein Freund im Netz” hat die Medienbande einen großartigen vierten Platz gemacht! Wir freuen uns über 500€ für die Projektkasse, mit denen wir uns einen eigenen Drucker finanzieren wollen, um unsere Schülerfirma unabhängiger zu machen.